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Geschichte Hurghada
Anfang 1900 bestand Hurghada nur aus einer Ansammlung von ca. einem halben dutzend Fischerhütten, in denen Beduinen ihren Stockfisch an die vorbei ziehenden Karawanen verkauften. Markantes Merkmal des Treffpunktes soll ein s.g. Gharqadbaum (Bocksdorn) gewesen sein, der in Strandnähe wuchs. Mit den Jahren verwandelte sich der Name Gharqad in Al Gharqad, bis am Ende Al Gharqada draus wurde.
Um 1915 kamen britische Öl Sucher dazu und Menschen die sich Arbeit, Händler die sich Geschäfte mit Gewinnen erhofften. Ohne Rücksicht auf die Natur wurde nach dem schwarzen Gold gebohrt und die Ausbeute am Ende eher mager. Die Ölsucher gingen in Richtung Norden - nach Ras Gharib, viele Menschen aber blieben, entdeckten den Fischfang wieder und bestritten durch dessen Handel ihren Lebensunterhalt. Offiziell wurde Hurghada 1931 in die Bücher eingetragen, wurde Provinzhauptstadt und bekam einen strategisch wichtigen Militärflughafen.
Das so genannte Camp David-Abkommen vom 17. September 1978 sollte Frieden in Nahost schaffen - doch wirkliches Vertrauen herrscht zwischen den einstigen Kriegsgegnern - leider - bis heute nicht. Ungefähr zur dieser Zeit, wurde der ehemalige General der ägyptischen Armee "Yussuf Affifi" als Gouverneur der Provinz Red Sea ernannt. Für ihn war es nicht gerade der attraktivste Posten. Der ca. 1.000 Seelen zählende Ort schien zu jener Zeit sogar von Allah verlassen und das wollte der pfiffige und tatkräftige General ändern. Er witterte die Chance des eher öder Örtchens und begann diesen zu erschließen. Er bezierzte finanzkräftige Investoren mit der Vergabe von preiswertem Land, gab ihnen unbürokratische Baugenehmigungen - mit kräftigen Steuernachlässen - die teilweise bis heute gelten. Besagter Gouverneur Yussuf Afifi wird heute als ein s.g. Volksheld gesehen, in Hurghada und auch El Gouna sind Straßen nach ihm benannt!!
Zuerst "organisierte" er die Fischer, damit ihnen die großen Firmen aus Alexandria und Kairo nicht mehr die Preise vorschreiben konnten. Dadurch brachte der Fischfang plötzlich Gewinne ein. Diesen wiederum legte der General in die Strom und Süßwasserpipelines an und so war die Grundlage für eine auf- und ausbaufähige Infrastruktur geschaffen. Hurghada war aus dem Dornröschenschlaf erwacht. Aber ehe die herrlichen Strände, die Korallenriffe und das glasklare Wasser den Touristen aus aller Welt als Zutaten für einen Traumurlaub verkauft wurden, dauerte es noch eine Weile. Der Grundstein für die Touristische Erschließung in dieser Region legte Mohamady Hwaidak (auch Vater Hurghadas genannt) zuerst in Safaga und zwar am 01.11.1979. Überredet hatte ihn ein deutscher Tauchlehrer namens Falko Engelhard (Foto rechts zusammen mit seiner kl. Tochter). Dieser war der festen Meinung, dass die Zukunft der Region am Roten Meer, im Tauchsport läge. Herr Hwaidak hatte mit vielem gerechnet, - Wattwanderungen, Bergsteigen, ja, - aber Tauchen? Eigentlich sind die Taucher die touristischen Ureinwohner von Hurghada, denn "Tauchtourismus" gab es zu der Zeit schon. Rudi Kreip zum Beispiel hatte seine "Zelte" schon um 1977 vor Ort aufgeschlagen. Allerdings hielt man die vereinzelten "Figuren für eine Handvoll Spinner", die in Zelten campierten und für ihren Sport ihr Leben riskierten. Engelhard schlug Hwaidak vor, einen Gebäudeteil der "Aluminium Company" in Safaga zu mieten und zu einem "Hotel" umzubauen - das bis zum Umbau als Unterkunft für Arbeiter diente. Gesagt getan! Die Rechnung der Beiden ging auf. Das erste Hotel in Safaga, deren Gäste auf dem (ehemaligen) Militärflughafen in Hurghada landeten, war immer voll ausgelastet.
In Hurghada - runde 45km nördlich standen schon zwei Hotels, ein staatliches - das vom Ägyptischen Architekten M. Ramsy Omar entworfen, gebaute und 1963 eröfnet wurde, damit sich betuchte Gäste aus Nah und Fern so richtig gut erholen sollten, was aber mehr schlecht als recht funktionierte. Heute kennen wir es unter dem Namen "Sheraton".
Und das fast Zeitgleich, ein paar km südlich gelegene "Magawish" im Besitz von "Misr Trawel", das später zum "Club Mediterrane" wurde und heute "Magawish Swiss Inn" heißt. Der Erfolg - blieb für beide Häuser aus, sie waren schlicht und einfach viel zu teuer. Dann folgte im Juni 1967 der Sechstagekrieg - nix ging mehr - das runde Tortenähnliche-Hotel schloss für über ein Jahrzehnt die Türen, bis es ca. 1976 von der Sheraton-Gruppe übernommen wurde. Gäste, die zu der Zeit dort waren erinnern sich: Natürlich war es für uns zu teuer, aber dem Hotel direkt angeschlossen waren einige kleine einfache zweistöckige Häuser, in die wir uns einmieteten.
Mohamady Hwaidak nahm Kontakt zum Gouverneur Yussuf Afifi auf. Er wollte Land in Hurghada erwerben und der Gouverneur erwiderte: Suchen sie sich etwas aus! Rund zwei km hinter den Sheraton-Hotel-Rundbau - in Richtung Süden - wurde er fündig. Das Gelände war ideal, hatte nur einen gravierenden Nachteil, es fehlte die Anbindung an die damals einzige Straße. Die beiden handelten einen Deal aus: Wenn der Gouverneur für die Straße sorgte, wollte er Hotelier sofort nach Fertigstellung mit dem Hotelbau beginnen. Und genau dies tat er im Sommer 1983. Hurghada stand kurz vor der "Geburt".
Das erste Hotel des Privatmannes M. Hwaidak ist das „Giftun Village“ (heute Giftun Azur), es öffnete - noch nicht ganz fertiggestellt - am 16.12.1984 seine Türen. Noch ahnte keiner was daraus würde. Gründliche Städteplanung war damals noch ein Fremdwort und wenn, dann blieb keine Zeit dafür. Investoren aus aller "Herren Länder" gaben sich die Klinken in die Hand, jeder wollte ein Stück von dem Kuchen und so wuchs Hurghada fast in "Schallgeschwindigkeit" und in der selben Geschwindigkeit litt die Natur im Roten Meer. Heute sind mehr als 50 km Küste am Roten Meer mit über 250 Hotels zugebaut. Der Hotelbetrieb im Giftun Village lief von Beginn an - was man vom Sheraton nicht behaupten konnte. Gäste, die zu der Zeit dort waren erinnern sich: Natürlich war es für uns zu teuer, aber dem Hotel direkt angeschlossen waren einige kleine einfache zweistöckige Häuser, in die wir uns einmieteten.
- 1963 entstand zuerst das Staatliche Rundbau-Hotel - das ca. 1978/79 von der Sheraton Gruppe übernommen wurde (1993 ging es in den Besitz von Saudischen Investoren über - seit 1997 steht die Anlage leer - weil der Ägyptische Staat und der Saudische Käufer keine gütliche Einigung über Kosten fanden. Zu lesen war, das man es 2015 wieder zu neuem Leben erwecken wollte - was aber bis heute nicht geschehen ist - Stand 10.2018.
- 1964 das Magawisch - das später zum "Club Mediterrane" wurde / heute das Magawish Swiss Inn
- 1982 AL Mashrabiya Beach Resort
- 1984/85 Giftun Village - (heute das Giftun Azur)
Die Stadt hat inzwischen weit mehr 250.000 Einwohner, von denen die meisten im Tourismus tätig sind. Heute besteht die Bewohnerschaft zum größter Teil aus Männern. Das lag daran, dass die Stadt nicht natürlich gewachsen ist und viele aus den Dörfern und Städten des Landes hierher kamen, um ihr Geld mit dem Tourismus zu verdienen. Sei es als selbständige Händler, oder als Angestellte in den zahlreichen Hotels und Geschäften. Die Familien blieben in der alten Heimat und die Väter bzw. Söhne kamen nur an den freien Tagen nach Hause zurück. Die Stadt war lange (im groben) in drei Teile aufgeteilt, heute sind es mindestens sieben - und weitere werden folgen. Im Norden, von El Gouna kommend, passiert man zuerst Al - Ahiaa an der Küstenstrasse zwischen EL Gouna und EL Dahar. Von Einheimischen kaum bewohnt, ist das Gebiet in "Europäische Länder" unterteilt. Es gibt Englische, Niederländische, Deutsche Siedlungen und Villen. Nach El Helal gehts weiter nach Süden- nach El Dahar oder Down Town. Dort sind Wohnblocks für die einheimische Bevölkerung entstanden. In der Gegend findet man Einrichtungen wie z. B. die Post, den Basarstraßen, dass alte - aber sehr sehenswerte Aquarium, öffentliche Strände, das Passamt, Amm Daula (Staatssicherheit) und Krankenhäuser. Ebenfalls in Dahar, nicht weit vom Einheimischen Gemüsemarkt entfernt befindet sich die neue imposante St. Shenouda Kathedrale der koptischen Gemeinde, die nach dem Abriss der Alten aus dem Jahr 1922, ca. 2011 fertig gestellt wurde. Und die ca. 1970 erbaute Abdel Moneim Riadh Moschee (viele nennen sie der Einfacheithalber Al Dahar-Moschee), die jahrelang das Wahrzeichen Hurghadas war, bis 2012 die neue El Miniya Moschee am alten Hafen fertig gestellt wurde.
In Richtung Süden folgt der Stadtteil Sekalla: Hier - um den (alten) Fischerhafen herum, ist das ursprüngliche Hurghada, die Fischer- und Handwerkersiedlung (von der 2014 nur noch die Hälfte übrig geblieben ist, da sie dem Neubau der neuen Marina und Modernisierungen weichen musste). Die schöne Flaniermeile an der Marina wurde 2008 feierlich eröffnet. Ab hier, ist fast alles auf die Touristen ausgelegt. Ab diesem Bereich hat man auf einer Länge von mehr als 15 Km kaum eine Chance an den Strand zu gelangen, ohne durch ein Hotel gehen zu müssen. Auch wenn man diese Hürde ggf. mal überwunden haben sollte, ist ein ausgedehnter Strandspaziergang eher unmöglich. Die Hoteliers wissen dies durch Zäune zwischen ihren Anwesen zu verhindern. "Denn: Nur der Gast der sein Geld im eigenen Hotelrestaurant oder an der eigenen Hotelbar ausgibt ist ein guter Gast." Aber auch Kulinarisch gibt es hier alles, vom MC über JFC bis hin zum Ägyptischen Döner von GAD. Und hervorragende Ägyptische Restaurants, wie das Bordiehns at Marina (inzwischen geschlossen) und das Moby Dick (das bis heute existiert), u.a. bekannt für ihr hervorragendes Kamelsteak, das urige El Hefny, das El Jocker mit ihren fantastischen Fischgerichten und viele mehr.
An Sekalla schließt sich nahtlos Hadaba an und weiter, hinter dem Old Sheraton Hotel, El Kawther auch El Kausar - der moderne Teil Hurghada`s mit der Hotel- und Geschäftszone El Mamsha, eine ewig lange Fussgängerzone, an der z.B. das Siwa Grand Beach, das Grand Hotel und Resort liegen. Aber auch dann ist noch lange nicht Schluss. Weiter geht's nach Magawisch, einer Hotel- und Wohngegend mit vielen Villen, Mehrfamilienhäusern der "gehobenen Klasse" und natürlich weiteren Hotels.
Vor ein paar Jahren genügte noch ein gutes Fahrrad, heute darf es schon eine Mofa sein, um von einem Ende zum Anderen - der ausufernden Stadt zu gelangen. Wer doch ein Fahrrad nehmen will, der sei gewarnt: Bei ständigen Gegenwind könnte es etwas länger dauern. Die Stadt zieht sich inzwischen an die 50 km, schier endlos erscheinend, an der Küste entlang. In relativ kurzer Zeit wurden, wie oben schon angemerkt, ca. 280 Hotels und Ressorts gebaut. Seit ein paar Jahren gibt es eine Ring Road (heute der s.g. Mittelring), mit dem Ziel den Verkehr durch die Stadt zu entlasten. Um den Durchgangsverkehr von Süd nach Nord und umgekehrt zu bewältigen - kam vor ein paar Jahren noch ein vierspuriger Außenring dazu.
Was auf der einen Seite neu gebaut wird, scheint auf der anderen der Spitzhacke zum Opfer zu fallen. Anstelle der "Tante-Emma-Läden" fürs tägliche Leben, reiht sich heute ein Souvenirshop an den anderen. Überhaupt kommt es mir so vor, dass es in Hurghada bald mehr Souvenirshops als Betten gibt; frei nach der Devise: es darf einfach kein Mensch ohne ein Papyrus - oder was auch immer - nach Hause fliegen. Insgesamt liegt das Souvenir- Preisniveau in Hurghada deutlich höher, als z.B. im Niltal, oder in Dahab auf der Sinaihalbinsel. Aber: Die Menschen der Stadt leben fast ausschließlich von den Touristen und deren Unkosten sind in Hurghada ganz sicher höher als im Niltal oder in Dahab - auf der Sinaihalbinsel.
Ganz sicher gibt es Dinge, die es so nicht geben sollte, wie z.B. das Bedrängen der Gäste unbedingt was zu kaufen. Inzwischen haben einige Geschäftsleute schon kapiert, dass mit der s.g. penetranten Anmache der Urlauber - nicht wirklich viel zu verdienen ist, aber noch lange nicht alle. Sie richten sich halt mit „ägyptischer Schnelligkeit“ auf Änderungen ein und das kann dauern. In der "Neuen Marina" z. B. ist es den Händlern unter der Androhung der Kündigung strengstens untersagt auf "Kundenfang" zu gehen. Es gibt schon einige Läden in denen die jetzigen Besitzer - nicht die "Ersten" sind.
Einige Detail-Informationen wurden vom Autors Peter S. Kaspar aus seinem Buch „Visionär am Roten Meer“ entnommen.
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Hurghada
Hurghada ist eine ägyptischer Küstenstadt die sich über einen knapp 40 km langen Küstenabschnitt am Roten Meer erstreck und mit seinen Sandstränden punktet. Zu den schönsten Abschnitten an der Küste der Region des Badeorts gehört die Makadi Bay. Dank des flach ins Meer abfallenden Ufers ist der Sandstrand auch für Familien bestens geeignet. Hier können auch kleine Kinder sorglos im Wasser des Meers spielen.
Hier bieten dir die Stadt und die Inseln mit vorgelagerten Korallenriffen sehr gute Voraussetzungen fürs Tauchen und Schnorcheln.
Aber auch bei kostenpflichtigen Tauchausflügen, zum Beispiel zur Mahmya Island, tauchst du in die faszinierende Unterwasserwelt Hurghadas mit ihrer überwältigenden Artenvielfalt ab – darunter Rotfeuerfische und Blaupunktrochen.
Das Gebiet ist ein beliebtes Tauchrevier mit zahlreichen Tauchgeschäften und -schulen im modernen Stadtbezirk Sekalla. Darüber hinaus bietet das Viertel viele Restaurants, Bars und Nachtclubs.
In der Altstadt El Dahar dagegen wird eher von traditionellen ägyptischen Cafés und Souks geprägt.
Hurghada wurde in den 1980er Jahren von amerikanischen, europäischen und arabischen Investoren zum mit Abstand führenden Badeort am Roten Meer ausgebaut.
Beim Kampf um die besten Plätze setzten Investoren Bootsstege und ganze Hotelkomplexe auf die Riffe. Dabei wurden an Hurghadas Küste über 2 km² Landfläche durch Sandaufschüttungen gewonnen. Dabei erstickte nicht nur die zugeschüttete Meeresfauna und Flora, durch verstärkte Sedimentation und veränderte Strömungsmuster ging auch ein Großteil der angrenzenden Korallenriffe zu Grunde.
Stadtteile
Hurghada besteht aus folgenden Stadtteilen, von Norden nach Süden. Insbesondere für Es-Saqāla gibt es viele alternative Schreibweisen.
- El-Ahya ist ein Küstenstreifen nördlich von Hurghada zwischen ed-Dahhār und El Gouna. Er wird seit den 2010er-Jahren sehr stark touristisch genutzt. Viele Resorts besitzen einen eigenen Strand.
- Ed-Dahhār ist die ursprüngliche Altstadt bzw. „Downtown“ von Hurghada. Die hiesigen Hotels sind einfacher und preiswerter als die in el-Aḥyāʾ und Neu-Hurghada, und auch die Restaurants, da sie auch den Einheimischen dienen, sind noch preisgünstig.
- Es-Saqala ist die Touristenstadt unmittelbar südlich der Altstadt. Der Stadtteil besteht im Wesentlichen aus der Hauptstraße, der Sheraton Road, dem Yachthafen New Marina (Marina Hurghada), der Großen Hafenmoschee – der größten und beeindruckendsten im Gouvernement Rotes Meer –, Hotelanlagen, Restaurants und aus einer Vielzahl touristisch ausgelegter Geschäfte. Es gibt Hotels für alle Preisklassen. Die meisten sind 3- und 4-Sterne-Hotels. Es ist der Stadtteil mit der höchsten Restaurantdichte außerhalb der Hotels.
- Neu-Hurghada bezeichnet einen knapp 20 Kilometer langen Küstenstreifen zwischen es-Saqāla und Sahl Haschisch mit der größten Anzahl an gehobenen 4- und 5-Sterne-Resorts und ‑Hotels. Viele Resorts besitzen einen eigenen Strand, mehrere Restaurants, Bars und Unterhaltungsmöglichkeiten. Der Großteil der Hurghada-Urlauber wird in einem der hiesigen Resorts untergebracht. In diesem Gebiet wurden auch das neue Aquarium und das archäologische Hurghada Museum errichtet.
Durch die Anker der vielen Tauchtouristenboote, die hohe Anzahl durchgeführter Tauchgänge mit häufig schlecht ausgebildeten Sporttauchern, das Aufwirbeln von Sand, das Abbrechen der Korallen als Souvenirs und das mangelnde Umweltbewusstsein der einheimischen Bevölkerung haben die Riffe vor Hurghada schweren Schaden genommen. Sie sind auf lange Zeit schwer beschädigt oder gar zerstört.
Am langen Sandstrand Hurghadas haben sich viele unterschiedliche Hotelanlagen angesiedelt. Am Südende der Hotelmeile findet man ein paar leicht zugängliche Korallenriffe, die besten Stellen liegen jedoch vor der Küste. (Giftuninseln)
Den größten Touristenanteil stellen Besucher aus Deutschland, Großbritannien, Russland und den ehemaligen Sowjetrepubliken.
Nahe der Stadt befindet sich der internationale Flughafen Hurghada.
Im Norden von Hurghada, rund 22 km entfernt, liegt das Urlaubsgebiet El Gouna, ein von zahlreichen Lagunen durchzogener, neu geschaffener Ferienort. Erst in den 1980er Jahren vom ägyptischen Bauunternehmer Samih Sawiris gegründet, wurde El Gouna kontinuierlich ausgebaut.
Wo es zuvor nur einen sandigen Wüstenstreifen zwischen Meer und Küstenbergen gab, entstand eine künstliche Kleinstadt aus Hotelanlagen und Apartmentkomplexen. (Klein Venedig)
Westlich von Hurghada erstreckt sich die Arabische Wüste. Bei Tagesausflügen hat man die Möglichkeit, auf Sanddünen zu spazieren und Dörfer der Beduinen zu besuchen. Ein Kamelritt steht meist auch auf dem Programm. Der Sonnenuntergang und Sternenhimmel in der Wüste bei Nacht ist einfach nur himmlisch.
Und wenn euch nach sandigen Abenteuern wie diesem der Sinn nach Sehenswertem unter Wasser steht, könnt ihr eine Schnorcheltour zu den Giftun- Inseln unternehmen, zum Beispiel nach Mahmya an der südlichen Küste des Nationalparks. Beeindruckende Riffe mit Korallen und ein weißer Sandstrand laden zum Erkunden und Entspannen ein.
Ein Urlaub lebt auch von Abwechslung – in Hurghada ist das kein Problem. Nach einem aufregenden Tag an einem der Strandabschnitte Hurghadas lädt die Marina- der Jachthafen mit der Promenade, den Restaurants und Geschäften zum Speisen und Verweilen ein. Hier kannst du dich auch nach Souvenirs umschauen.
Ein bisschen mehr Basar- und Kulturluft schnupperst du im Hurghada- Urlaub in der Altstadt El Dahar. Auf dem hiesigen Basar duftet es nach orientalischen Gewürzen und es gibt Schmuck und andere Kostbarkeiten zu bewundern.
Später könnt ihr euch dann in einem Wasserpark wie der Makadi Water World austoben.
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Tal der Könige
Das Tal der Könige– gelegen in der Nähe des altägyptischen Theben, heute etwa 5 km nordwestlich des Zentrums der oberägyptischen Stadt Luxor in der bis heute 64 Gräber und Gruben aufgefunden wurden.
Das Tal befindet sich in Theben-West, gegenüber von Karnak, am Rand der Wüste und ist gesäumt von hohen Bergen. Südlich davon liegt das Tal der Königinnen.
Trotz jahrtausendelanger Aktivität von Grabräubern und Plünderern lieferte das Tal der Könige den Ägyptologen der Neuzeit noch zahlreiche höchst wertvolle Grabungsfunde. Unter anderem wurde hier im Jahr 1922 von Howard Carter das weitgehend unversehrte Grab des Tutanchamun (KV62) entdeckt.
Die Gräber im Tal der Könige wurden durchlaufend nummeriert, wobei den Ziffern die Buchstaben KV (englische Abkürzung für Kings Valley) vorangestellt werden. Die Nummerierung geht auf John Gardner Wilkinson zurück, der 1827 mit einem Pinsel und einem Eimer roter Farbe durch das Tal wanderte und jedem Grab, das er fand, eine Nummer gab. Er kam bis zum Grab KV21.
Einige wenige Gräber befinden sich im westlichen Seitental und erhielten das englische Kürzel WV (West Valley).
Das Tal der Könige ist einer der Hauptanziehungspunkte für Touristen in Ägypten. Nur ein kleiner Teil der Gräber kann besichtigt werden, da aus konservatorischen Gründen ein wechselnder Teil gesperrt ist. Einige Gräber wie das von Sethos I. (KV17) sind seit Jahren für Besucher geschlossen. Eintrittskarten berechtigen derzeit zum Besuch von drei Gräbern, es wird von der Verwaltung nahegelegt, sich nur 10 Minuten in dem jeweiligen Grab aufzuhalten. Für das Grab des Tutanchamun muss ein Extraticket gelöst werden.
Das Fotografieren und Filmen unterlag im Tal der Könige strengen Beschränkungen. Seit Dezember 2009 war es nicht mehr erlaubt, Kameras mit in das Tal zu nehmen. Ab dem Jahr 2018 war das Fotografieren ohne Blitz gegen Kauf einer Fotogenehmigung zum Preis von etwa 15 Euro wieder möglich. Derzeit ist das Fotografieren ohne Fotogenehmigung möglich (Stand: August 2024).
Um die Königsgräber vor weiterer Zerstörung zu schützen und für die Zukunft zu erhalten, ist geplant, von den wichtigsten originalgetreue Kopien zu erstellen, die stattdessen besichtigt werden können.
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Ras-Mohammed-Nationalpark
Ras Mohammed ist der Name eines Nationalparks in Ägypten. Er liegt an der Südspitze der Sinai-Halbinsel und in direkter Nachbarschaft zur Touristen-Hochburg Scharm asch-Schaich. Die saudi-arabischen Inseln Sanafir und Tiran gehören auch dazu.
Durch ein Gesetz gründete die ägyptische Regierung 1983 den Nationalpark, der offiziell Ras Mohammed Marine Protected Area heißt.
Vom Meer aus gesehen zeigt der höchste Fels am Südende des Kaps eine Ähnlichkeit zu einem männlichen Kopf. Die einheimischen Fischer gaben dem Fels daraufhin den Namen Ras Mohammed, was so viel bedeutet wie „Kopf des Mohammed“.
Ras Mohammed ist der südlichste Punkt der Sinai-Halbinsel. Ras Mohammed stellt für sich eine kleine Halbinsel dar, die durch eine Landzunge mit dem Sinai verbunden ist. Diese hat eine Breite von ca. 800 m und eine Länge von ca. 3,5 km. Die kleine Halbinsel selbst hat eine Länge von ca. 5,1 km und eine maximale Breite von ca. 3,5 km. Das Gebiet ist ein einziger Block fossiler Korallen, der angehoben wurde. Der höchste Punkt hat eine Höhe von 73 m. Ras Mohammed teilt den Golf von Akaba vom Golf von Sues und spaltet somit das Rote Meer.
Durch die geringen Niederschlagsmengen und die ganzjährig hohen Lufttemperaturen ist die Vegetation äußerst spärlich. Dennoch existieren 80 Pflanzenarten im Nationalpark. Die dominanten Pflanzen sind Akazien und Palmen. Im Mangrove Channel an der südwestlichen Spitze Ras Mohammeds wachsen Mangroven. Diese sind die zweitnördlichsten auf der Erde.
Ras Mohammed hat die größte Artenvielfalt marinen Lebens im Sinai. Vor allem an der Südspitze der Landzunge kann man große Fischschwärme beobachten.
Die Großfische unter den Riffbewohnern sind die Riesenmuräne, die eine Länge von 3 m und ein Gewicht von 30 kg erreichen kann, der Napoleonfisch , der es zu einem Gesamtgewicht von fast 200 kg bringen kann. Besonders grazile Riffbewohner sind der Rotfeuerfisch und der Strahlenfeuerfisch.
Die Feuerfische zeigen wenig Fluchtverhalten, da sie an der Rückenflosse mit Giftstacheln bewaffnet sind. Das Gift ist äußerst schmerzhaft. Der Riesen- Drückerfisch ist bei Tauchern wegen seiner Aggressivität gefürchtet. Während der Brutsaison greift der Fisch alles an, das sich seinem Gelege nähert. Der Biss des kräftigen Kiefers kann zu schweren Verletzungen führen. Auf der westlichen Seite im Golf von Suez und in der Marsa Bareika trifft man häufig auf Blaupunktrochen und Meeresschildkröten.
Haie sind hier nicht die Ausnahme, sondern die Regel. So könnt ihr zum Beispiel an den ägyptischen Urlaubsorten Hurghada, Marsa Alam, El Gouna, Soma Bay und Safaga vorgelagerten Riffen auf Exemplare treffen. Auch vor dem Sinai tummeln sie sich, falls ihr lieber nach Sharm el Sheikh oder Dahab reisen möchtet.
Haiarten im Roten Meer:
- Schwarzspitzen-Riffhai: Relativ häufig und harmlos für den Menschen.
- Weißspitzen-Riffhai: Ebenfalls häufig und harmlos, solange sie nicht provoziert werden.
- Hammerhai: Kann größer werden und ist bekannt für seine Neugier, aber Angriffe sind selten.
- Sandtigerhai: Ein größerer Hai, der auch an der Küste anzutreffen ist.
- Tigerhai: Gefährlicher Hai, der für Angriffe auf Menschen verantwortlich sein kann.
- Makohai: Ein schnell schwimmender Hai, der ebenfalls als gefährlich gilt.
- Weißspitzen-Hochseehai: Ein Hai, der in tieferen Gewässern vorkommt und als gefährlich eingestuft wird.
Der Ras-Mohammed- Nationalpark ist trotz des Schutzstatus relativ stark belastet. Vor allem die Unterwasser- Flora und - Fauna leidet erheblich unter dem immer stärker werdenden Tauchtourismus.
In der Vergangenheit wurden zum Schutz der Riffe Ankerbojen installiert, damit die Tauchboote nicht am Riff ankern. Jedoch die pure Menge an Tauchern und das teilweise unangebrachte Verhalten schädigen die Riffe massiv. Um diese Belastung auszugleichen, hat die Verwaltung Sperrzonen eingeführt.
Ferner wurden an mehreren Tauchplätzen keine Ankerbojen installiert, womit eine automatische Schonung dieser Bereiche eintritt.
2010 war die Region um Scharm asch- Schaich und Ras Mohammed häufig ein Ziel von Hai- Attacken auf Menschen. Diese Angriffe führten schon zu schweren Verletzungen und Todesfälle unter Urlaubern. Experten zufolge sind die Angreifer Weißspitzen-Hochseehaie, die normalerweise die Küstengewässer meiden. Auslöser für dieses ungewöhnliche Verhalten ist vermutlich das illegale Entsorgen von Schafskadavern im Ras-Mohammed- Nationalpark um den Touristen etwas zu bieten.
Die Riffe des Nationalparks haben ihn zu einem beliebten Tauchziel für Taucher aus Scharm asch-Schaich und den umliegenden Ferienorten gemacht.
Bekannte Tauchplätze sind:
- Shark Reef (Land- und Bootstauchgang)
- Shark Observatory (Land- und Bootstauchgang)
- Jolanda Reef (Land- und Bootstauchgang)
- Old Quay (Landtauchgang)
- Aqaba Beaches (Landtauchgang)
- Camping Area (Landtauchgang)
- Jack-Fish-Alley (Bootstauchgang)
- Ras Zatar (Bootstauchgang)
Das Shark Reef und das Jolanda Reef liegen direkt an steilen Riffwänden, die bis zu 800 m tief abfallen. Durch die besonders starke Strömung an dieser Stelle trifft man auf zahlreiche Fischarten und eine einzigartige Korallenwelt. Das Jolanda Reef wurde nach einem Frachtschiff benannt, das 1980 hier sank und dessen Ladung – hauptsächlich Kloschüsseln – immer noch auf dem Riff verteilt ist.
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Historisches Kairo
Das Historische Kairo, auch bezeichnet als Islamisches Kairo ist der historische Stadtkern des modernen Kairo und gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe. Es wurde 1979 unter Schutz gestellt als eine der ältesten islamischen Städte der Welt, mit berühmten Moscheen, Medressen, Hamams und Brunnen. Damit sollte nicht nur Kairos Bedeutung als islamische Metropole gewürdigt werden, sondern auch sein Beispielcharakter für das städtische Leben überhaupt. Im 10. Jahrhundert gegründet, erreichte das historische Kairo seine Blütezeit im 14. Jahrhundert.
Die Stadt Kairo, zwischen einem Nebenarm des Nil im Westen und dem Berg Mukattam im Osten gelegen, konnte lange Zeit nur nach Norden und nach Süden erweitert werden, so dass sich die historische Bebauung als ein langgestreckter Streifen zwischen den beiden nord-südlich verlaufenden Straßen Port Said Street und Salah Salim Highway befindet.
Die Altstadt von Kairo gilt als die weltweit größte mittelalterliche Stadt, in der traditionelle Lebensformen noch Teil des Alltags sind. Die in diesem Teil der Stadt liegende Zitadelle stammt aus dem Jahr 1176 und beansprucht für sich den östlichen Teil Kairos.
Auch die drei, bis heute erhaltenen Stadttore, von denen es zuvor insgesamt acht gegeben hat, zeigen, dass Ägyptens Hauptstadt ein gut befestigter und bewachter Ort gewesen sein muss. Alle übrig gebliebenen Stadttore haben eigene Namen und werden Bab Zeuela, Bab an Nasr und Bab al-Faotouh genannt. Von Ihren Mauern aus hat man bei klarem Wetter einen ausgezeichneten Blick auf die Pyramiden in Gizeh. Sie wird bis zum heutigen Tag für militärische Zwecke genutzt, kann aber seit etwa zwanzig Jahren von der Öffentlichkeit besichtigt werden.
Architektonische Merkmale von mittelalterlichen sind steinerne Mauern mit hochgelegenen Fenstern im Erdgeschoss und Vorkragen des oberen Stockwerks um etwa einen Meter in den Hofraum. Die traditionellen Kairener Häuser hatten (und haben) große Öffnungen nach außen, aber diese wurden immer möglichst hoch oben angebracht – wie ein Beobachter des 19. Jahrhunderts bemerkte, höher, als ein Reiter auf einem Pferd einsehen konnte.
Wegen der Feuergefahr war die maximale Höhe der Häuser auf drei oder vier Stockwerke beschränkt.
Nachdem Ägypten unabhängig geworden war, verließen viele Ausländer Kairo, und die wohlhabenderen Familien zogen aus den mittelalterlichen Stadtvierteln in die Unterstadt.
Bei der Unterschutzstellung des historischen Kairo 1979 war es versäumt worden, die genauen Grenzen des Weltkulturerbes festzulegen. In den dreißig Jahren, die darauf folgten, wurden keine konkreten Maßnahmen zur Erhaltung der Altstadt ergriffen.
Einen besonderen Reiz auf Ägyptens Touristen üben die Märkte, die sogenannten Sugs aus, die mit orientalischen Waren beladen täglich viele Besucher anlocken und manchen von ihnen dazu bringen von den angebotenen Gewürzen, Metallwaren und anderen Dingen allzu viel als Souvenir nach Hause zu tragen. Nicht immer kann man sich auf die Echtheit der Warenangebote verlassen.
Im Koptischen Museum finden Touristen eine große Sammlung vielerlei Exponate auch aus der Grabkammer des großen Königs Tutanchamun und anderen Gegenständen aus den Zeiten der Pharaonen Ägyptens.
Auch die Alabastermoschee mit ihrer vergoldeten Kuppel mit einer lichten Höhe von 52 m ist absolut sehenswert. In ihren Ecken befinden sich vier kleiner angelegte Kuppeln und die Seiten sind jeweils durch Halbkuppeln überspannt. Die Innenräume der Moschee sind mit dicken Teppichen ausgelegt.
Zwei Minarette flankieren den Gebäudekomplex und ein im Jahr 1672 ersetztes Mausoleum, das dem Erbauer als Grabstätte dient.
In Kairos Altstadt warten überall unvergessliche Eindrücke auf dich. Hier findest du viele bekannte Sehenswürdigkeiten wie die Al-Azhar-Moschee und die Ibn-Tulun-Moschee. Wegen seiner vielen Moscheen ist Kairo auch bekannt als die „Stadt der 1.000 Minarette“. In der gesamten Altstadt schlenderst du nicht nur an etwa 600 historischen Gebäuden vorbei, sondern auch an den drei uralten, massiven Stadttoren Bab al-Futuḥ, Bab an-Nasr und Bab Zuweila.
Dabei erhältst du einen nachhaltigen Eindruck von der alten islamischen Architektur. Typische Elemente sind Spitzbögen, Muqarnas (Stalaktitengewölbe) sowie Kuppeln, die mit Mosaiken und geometrischen Mustern verziert sind.
Außerdem lohnt sich eine Besichtigung der historischen Stadtmauer. In der sogenannte „Islamische Altstadt“ findest du in den engen, verwinkelten Gassen authentisches orientalisches Flair, das sich durch bunte Farben, lebhafte Basare, einzigartige Handwerkskunst und viele alte Gebäude mit traditioneller Architektur ins Gedächtnis brennt.
Die beste Reisezeit für Ägypten und Kairos Sehenswürdigkeiten liegt zwischen Oktober und Mai – also nach den heißen Sommermonaten.